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Die Geschichte unserer Pfarrei St. Peter und Paul Berngau

Erste Belege...

Die Geschichte der Pfarrei Berngau reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. So lässt sich die erste Weihe einer Kirche in Berngau durch Bischof Otto von Eichstätt (1182-1192) um das Jahr 1186 datieren. Ob dies ein Neubau war oder ob zuvor eine Vorgängerkirche existierte, lässt sich jedoch nicht belegen.

Enge Bindung an das Kloster Waldsassen und die Wirren der Reformation...

1315 werden die Patronatsrechte der Pfarrkirche von König Ludwig dem Bayern unter Zustimmung der sieben Kurfürsten vom Reich auf das Zisterzienserkloster Waldsassen übertragen. 1327 inkorporiert Papst Johannes XXII. die Pfarrei Berngau dem Kloster Waldsassen, sodass das Kloster von nun an Anspruch auf die Pfarrpfründe von Berngau hat und verpflichtet ist, einen Vikar für Seelsorgeaufgaben nach Berngau zu entsenden. Später erneuert Papst Bonifaz IX. die Inkorporation. 1536 verkauft Abt Gregor III. von Waldsassen die Patronatsrechte von Berngau an Kurfürst Ludwig V.

Während des Reformationszeitalters musste auch in Berngau die Bevölkerung mehrmals den Glauben wechseln. Gemäß der Redewendung "Cuius regio, eius religio" hatten die Berngauer ihren Glauben nach dem des gerade herrschenden Fürsten anzupassen, sodass immer wieder lutherische und calvinistische Prediger nach Berngau kamen. Erst im Jahr 1625 wurde Berngau wieder katholisch; als neuer Pfarrer kam damals Melchior Holl. Seit dieser Zeit werden in Berngau auch die Aufzeichnungen über Taufen, Trauungen und Sterbefälle geführt.

Wallfahrten nach "Maria Hilf" und "Maria, Heil der Kranken"...

Während einer furchtbaren Vieh- seuche 1796 geloben die Pfarran-gehörigen eine jährliche Wallfahrt zur "Maria Hilf"-Kirche in Freystadt. Diese findet auch heute noch jedes Jahr am Hochfest "Maria, Schutzfrau Bayerns" am 1. Mai statt. Eine weitere Wallfahrt führt die Pfarrei einmal im Jahr zu "Maria, Heil der Kranken" auf den Habsberg, Schätzungen zufolge seit ca. 210 Jahren. Eine genaue Datierung und ein besonderer Grund für die Wallfahrt lassen sich jedoch nicht belegen.

Schulschwestern übernehmen die Leitung der Mädchenschule...

1902 baut die Gemeinde ein neues Mädchenschulhaus, wo drei Schwestern der Kongregation der Armen Schul- schwestern den Unterricht leiten. Wegen Rückgang des Ordensnachwuchses werden 1959 die Schulschwestern aus Berngau abgezogen.

1933 wird in Berngau eine Niederlassung der Niederbronner Schwestern gegründet. Diese übernehmen ab 1961 die Leitung des neuen Kindergartens. 1995 werden mit Sr. Petronilla und Sr. Wendegard die letzten beiden verbliebenen Schwestern aus Berngau verabschiedet.

 

Glaubensgemeinschaften und Gruppen prägen das Leben der Pfarrei...

1927 gründet sich in der Pfarrei eine Corpus-Christi-Bruderschaft. Durch Dekan Josef Ramold erfolgt im Jahr 1964 die Gründung der Legio Mariae, die den Namen „Mariae vom guten Rat“ erhält. 1966 wird eine Ortsgruppe des Katholischen Werkvolks (heute KAB) ins Leben gerufen. Ferner gibt es in Berngau eine Gruppe der CAJ sowie in Röckersbühl eine Gruppe der KLJB.

Die Pfarrgmeinde heute...

Berngau, als eine der Ur-Pfarreien der Oberpfalz, hatte in vergangenen Jahrhunderten eine Ausbreitung, die sich auch auf Dörfer und Weiler  der heutigen Gemeinden Sengenthal, Postbauer-Heng und Mühlhausen und der Städte Freystadt und Neumarkt erstreckt hat. 1867 wurde Reichertshofen (mit Forst, Sengenthal und Buchberg) aus Berngau ausgepfarrt, 1976 wurde Stauf in die Pfarrei St. Willibald nach Woffenbach umgepfarrt. Heute deckt sich das Gebiet der Pfarrei Berngau mit dem Pfarrdorf Berngau und seinen Filialen Röckersbühl, Tyrolsberg, Mittelricht und Wolfsricht mit dem Gebiet der politischen Gemeinde.

In der Pfarrei leben 2070 Katholiken (Stand 31.12.2018).

Gottesdienstzeiten

Heilige Messen in der Pfarrei Berngau 

Sonntag 8.00 Uhr, 9.30 Uhr